| AS82.10-Z-0001-01A | Lebensgefahr durch Hochspannung an Xenon-Scheinwerfern. Explosionsgefahr/Brandgefahr durch leicht entzündliche Stoffe im Bereich von beschädigten Xenon-Lampen. Verletzungsgefahr durch UV-Licht, heiße Bauteile an Xenon-Scheinwerfern und Glassplitter beim Bersten von Xenon-Lampen. Vergiftungsgefahr durch Einatmen von Quecksilberdämpfen und beim Verschlucken/Hautkontakt von giftigen Salzen und Quecksilberverbindungen | Hochspannungsführende Teile nicht berühren. Personen, die Träger elektronischer Implantate (z. B. Herzschrittmacher) sind, dürfen an Xenon-Scheinwerfern keine Arbeiten durchführen. Komplette Beleuchtungsanlage ausschalten. Isolierende Sicherheitsschuhe, Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen. Leicht entzündliche Stoffe aus dem Gefahrenbereich entfernen. Für ausreichende Belüftung des Arbeitsbereiches sorgen. | Gefahr! |
| Mögliche Gefahren
Lebensgefahr Aufgrund der hohen Spannungen kann eine Berührung spannungsführender Bauteile an Xenon-Scheinwerfern lebensgefährlich sein! Elektrische Schläge können zu Herzkammerflimmern oder Herzstillstand führen. Zudem kann eine Verkrampfung der Atemmuskulatur und ein Ausfall der Atmung eintreten. Massive Störungen der Gehirnfunktion, die lebensbedrohlich sein können, sind ebenfalls möglich. Die Folgen eines elektrischen Schlages können auch erst nach einigen Minuten auftreten. |
Explosionsgefahr/Brandgefahr
Leicht entzündliche Stoffe im Bereich von beschädigten, unter Spannung stehenden Xenon-Lampen können zur Explosion bzw. zur Entstehung von Bränden führen. Verletzungsgefahr Beim Betrieb von Xenon-Lampen, die nicht korrekt im Xenon-Scheinwerfer eingebaut sind, kann UV-Licht frei werden. Dieses UV-Licht kann zur Schädigung der Augen (Bindehautentzündung) und zu Verbrennungen der ungeschützten Haut (Sonnenbrand) führen. Heiße bzw. glühende Bauteile intakter und fehlerhafter Xenon-Scheinwerfer, die mit ungeschützter Haut oder Augen in Berührung kommen, können schwere Verletzungen durch Verbrennungen verursachen. Durch die Zerstörung von Xenon-Lampen entstandene Glassplitter können Schnittverletzungen von ungeschützter Haut und ungeschützten Augen verursachen. |
| Vergiftungsgefahr
Werden nach der Zerstörung von Xenon-Lampen entstandene Quecksilberdämpfe eingeatmet bzw. Quecksilberverbindungen und giftige Salze durch Verschlucken oder über die Haut aufgenommen, kann es zu massiven Beschwerden kommen. Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Störungen sowie Schädigungen der Nieren und des Zentralnervensystems sind dann möglich. Zudem kann es zu Hautschädigungen und Schädigungen der Augen kommen. |
Schutzmaßnahmen/Verhaltensregeln
- Personen, die Träger elektronischer Implantate (z. B. Herzschrittmacher) sind, dürfen an den Xenon-Scheinwerfern keine Arbeiten durchführen. - Sicherheitsschuhe (mit Gummisohlen) tragen. - Bei Arbeiten an Xenon-Scheinwerfern (z. B. Austauschen von Teilen, Anschließen von Prüfgeräten, etc.) ist die komplette Beleuchtungsanlage vorher auszuschalten und der Xenon-Scheinwerfer vom Bordnetz zu trennen. - Bei eingeschalteten Xenon-Scheinwerfern auf keinen Fall hochspannungsführende Bauteile berühren. - Bei eingeschalteten Xenon-Scheinwerfern zu hochspannungsführenden Bauteilen mindestens 30 mm Sicherheitsabstand einhalten. - Vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit heißen Bauteilen. - Xenon-Lampe nach dem Ausschalten frühestens nach 3 min berühren. - Xenon-Lampen nicht beschädigen bzw. zerstören. |
| Schutzmaßnahmen/Verhaltensregeln
- Xenon-Lampe nur dann betreiben, wenn sie im Xenon-Scheinwerfer mit UV-Licht absorbierenden Scheinwerfergläsern ordnungsgemäß eingebaut ist. - Leicht entzündliche Stoffe vom Arbeitsbereich fernhalten. - Geeignete Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen. - Für ausreichende Belüftung des Arbeitsplatzes sorgen. Erste-Hilfe Maßnahmen Stromschlag Strom abschalten, Verletzten in Sicherheit bringen.
Sofort Notarzt rufen.
Ggf. Atemspende verabreichen.
Ggf. Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.
Brandverletzungen Betroffene Hautpartien mit kaltem Wasser kühlen.
Brandwunden steril abdecken.
Arzt aufsuchen.
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Schnittverletzungen/Hautverletzung
Blutung stillen.
Schnittwunde/Hautverletzung steril abdecken.
Arzt aufsuchen.
Fremdkörper im Auge Betroffenes Auge steril abdecken.
Beide Augen verbinden und damit ruhigstellen.
Sofort Augenarzt aufsuchen.
Kontakt der Augen mit Quecksilberdämpfen/giftigen Salzen Augen mit lauwarmem Wasser spülen.
Betroffenes Auge steril abdecken.
Sofort Augenarzt aufsuchen.
Kontakt der Augen mit UV-Licht Sofort Augenarzt aufsuchen.
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Vergiftung durch Einatmen von Quecksilberdämpfen
Betroffenen mit Frischluft versorgen.
Sofort Arzt aufsuchen.
Vergiftung durch Verschlucken von toxischen Salzen, Quecksilberverbindungen Sofort Arzt aufsuchen. |
Generell muss nach der Ersthilfe ein Medizinischer Dienst oder Arzt aufgesucht werden. |